Mar. 26th, 2011

Funkstille

Mar. 26th, 2011 01:43 am
resa: (Was für eine seltsame Phase...)
Seit einem Monat weiß ich nicht mehr so genau, was ich sagen soll. Ich geh immer noch durch Phasen und glaub auch nicht daran, dass das bald aufhört. Inzwischen bin ich immerhin beim Trotz angekommen und versuch ein wenig, ihn zum Aufstehen zu nutzen. Verrückte Zeit. Ich fühl mich so bodenlos, ganz schön hilflos und irgendwie zwischen allen Dingen. Aber während all dem panisch-blinden Tasten ins Fremde hab ich glücklicherweise wieder spüren dürfen, was für wundervolle Freunde ich habe. Da boxt sich die Dankbarkeit und Demut aus mir heraus und haut der Angst vor dem Leben, die mich gerade festhält, mal ganz schön eins auf's Maul. Erst gestern gab es wieder so einen Moment, als ich bei M. auf dem Sofa saß und dachte: "Hey, sind Menschen, denen man sich öffnen kann und die einem das gleiche Vertrauen entgegen bringen, nicht einfach das größte Geschenk?!" Ein Teil von mir kann dieses Glück echt nicht fassen, dass sowas geht, gerade dann, wenn die Umstände alles andere als schön sind. Ich erinnere mich noch, vor knapp einem Jahr gab es auch eine Zeit, in der ich furchtbare Angst hatte und meine Freunde damals... Wir waren uns nicht so nahe, dass sie mir hätten helfen können. Solche Erfahrungen habe ich in der Vergangenheit, glaube ich, einige gemacht. Aber jetzt fühlt es sich sehr anders an und daraus nehme ich gerade zwei wichtige Dinge mit: a) Beziehungen mit Menschen können so nah und intim sein, dass sie mich in schweren Zeiten stützen können und b) ich bin inzwischen zu so einer Intimität fähig. Ja, ich. Naja, Intimität ist ein großes Wort, aber es ist schon das, was ich meine. Keine Distanz mehr, kein Verstellen, echt nur Ich sein und wissen, dass es genau das ist, was der Mensch, der mir gegenübersitzt, will und was ihm Freude bereitet. Ich muss mich trauen, muss mein Vertrauen dafür aktiv zusammenkratzen, aber ich bin mutig und tu's. Wieder ein großes Wort, der Mut. Es ist ein Drang, ein Verlangen nach Nähe, Akzeptanz und Zufriedenheit mit anderen Menschen, das mich dazu bringt, mich zu öffnen. Ist das Mut? Wenn man nicht anders kann und die Alternative einfach keine ist? Na, dann ist das wohl Mut. Was ich sagen will, ist: Ich sehe, dass ich mich entwickle und das macht mich glücklich. Es ist einfach, nach Rückschlägen vor Angst bewegungslos zu sein, aber ich kämpfe schon wieder.

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