May. 18th, 2011

resa: (schlaue Frau)

Heute hätte sich beinahe das Drama um meine mündliche Germanistikprüfung wiederholt. Damals war das Prüfungsamt Schuld, heute war ich es. Da trag ich mich doch gestern noch für die Sprechstunde bei Prof. S., die Zweitgutachterin meiner Magisterarbeit, und merke mir: "17 Uhr." Ja nee. Durch glücklichen Zufall d.h. Müdigkeit meinerseits entschied ich mich schon gegen 16 Uhr von der Bib mit meinen Büchern in die Cafete zu wandern, um dort beim Lernen noch einen Kaffee zu schlürfen. Zufällig lauf ich da noch mal am Büro von Prof. S. vorbei und was steht da? 16-17 Uhr. Ahhhhhh! Ja, ich war noch rechtzeitig, aber es war knapp. Und dann saß ich viel zu lange drin, haha. Gott, bin ich froh, dass Prof. S. in der Fantastikforschung steckt, denn G. tut das so gar nicht und wenn ich Prof. S. nicht hätte, müsste ich mich fachlich selbst betreuen und das wäre scheiße. Ja, mein Hirn arbeitet und die Magisterarbeit wird. In zwei Wochen habe ich meine These, wartet's nur ab!

So, morgen geht's zur Frauenärztin zum Durchchecken und am Nachmittag ist FBR, d.h. schick anziehen. Ich weiß, Prof. D. ist auch nur ein Mensch, aber als Dekanin macht sie mir immer noch Angst und darum fahre ich immer noch die "look your best and smile less" Strategie. Danach wird gearbeitet und am Abend geh ich ins Lokal International, weil die S., eine Kollegin, dort einen bulgarisch-deutschen Film zeigt (und ich schon den bulgarischen Kochabend vorletzte Woche verpasst habe). Übermorgen ist dann viel Arbeit angesagt und auch Fachschaft, olé! Und zwischendurch lesenlesenlesen. Vielleicht krieg ich auch meine T. mal wieder zu fassen? Das wäre schön...

Außerdem habe ich das Gefühl, gerade das Sprechen neu zu lernen. Es ist ja ganz unglaublich, was da alles für Worte in mir drin sind... Ich lerne also nicht den Akt des Sprechens neu, sondern die Überwindung der Angst, bevor ich endlich den Mund aufkriege. Gott, das will geübt und geübt und geübt sein...

Und wundere ich mich nebenbei wieder und weiter über dieses Ding, das sich Ausstrahlung nennt. Was loben Menschen denn, wenn sie sagen: "Wow, du hast eine tolle Ausstrahlung!"? Meinen sie nicht vielleicht eher: "Wow, du kommst aber sympathisch rüber!"? Mit dieser Formulierung kann ich was anfangen, die verstehe ich. Aber "Ausstrahlung"? Ich weiß so ungefähr, was das ist und schließe aus vielen Selbsthilfeguides, was ich anscheinend alles ganz von alleine richtig mache. Aber wenn mir Menschen sagen: "Wow, du hast aber eine Ausstrahlung!", dann wollen sie mir ein Kompliment oder etwas anderes kommunizieren machen und das mag ich verstehen - sonst kann ich nicht antworten, nicht mal Danke sagen. Vielleicht übersetze ich es mir zukünftig mit: "Boah, du bist mir aber sympatisch!". Darauf kann ich antworten. Mach ich da viel falsch mit?
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Heute im Sprechstundenzimmer meiner Frauchenärztin.

Sprechstundenhilfe: Wann war ihre letzte Blutung?
Ich: Äh, warten Sie... Heute ist Donnerstag, dann...
Sprechstundenhilfe: ... Heute ist Mittwoch.
Ich: ... Heute ist Mittwoch.


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