resa: (Default)

Irgendwie kriege ich dieser Tage auch nichts Erzählbare mehr geschrieben, scheint's. Ich bin auch schon wieder auf dem Sprung, der T. beim Klamotten Aussortieren helfen (T., das Eichhörnchen) und... ja. Im Moment besteht mein Leben aus lernen, lernen, arbeiten, lernen und die Wohnung verkommen lassen. Gah. Das sollte sich eigentlich schon heute ändern, aber ich schlief bis 12 Uhr. Was super ist, aber... ja. Also, lernen, arbeiten, lernen, Sommerfest planen und versetzt werden. Ist echt doof. Das Universum macht mir konsequent einen Strich durch die Rechnung, wenn ich die wenige freie Zeit, die ich habe, mit lieben Menschen verplane. Hoffentlich wird das bald wieder besser. Ich meine, nicht dass der freie Abend vor der Spielekonsole (verdammter Forest of Illusions, ich krieg dich noch klein!) mir nicht gut getan hätte, aber mir fehlen Menschen. Und Körperkontakt.

So, und damit ich jetzt nicht meinen Bus zur T. verpasse, laufe ich mal los!

resa: (jump!)

Habe eben bei dm dieses Duschgel gefunden, nachdem ich schon Wochen mein kleines Probetöpfchen der dazugehörigen Körperbutter angebetet habe. Mmmhhh. Und dann gab's beim Penny noch günstig Erdbeeren und Cherrytomaten.  Was will man mehr?



resa: (Default)

Heute im Sprechstundenzimmer meiner Frauchenärztin.

Sprechstundenhilfe: Wann war ihre letzte Blutung?
Ich: Äh, warten Sie... Heute ist Donnerstag, dann...
Sprechstundenhilfe: ... Heute ist Mittwoch.
Ich: ... Heute ist Mittwoch.


resa: (schlaue Frau)

Heute hätte sich beinahe das Drama um meine mündliche Germanistikprüfung wiederholt. Damals war das Prüfungsamt Schuld, heute war ich es. Da trag ich mich doch gestern noch für die Sprechstunde bei Prof. S., die Zweitgutachterin meiner Magisterarbeit, und merke mir: "17 Uhr." Ja nee. Durch glücklichen Zufall d.h. Müdigkeit meinerseits entschied ich mich schon gegen 16 Uhr von der Bib mit meinen Büchern in die Cafete zu wandern, um dort beim Lernen noch einen Kaffee zu schlürfen. Zufällig lauf ich da noch mal am Büro von Prof. S. vorbei und was steht da? 16-17 Uhr. Ahhhhhh! Ja, ich war noch rechtzeitig, aber es war knapp. Und dann saß ich viel zu lange drin, haha. Gott, bin ich froh, dass Prof. S. in der Fantastikforschung steckt, denn G. tut das so gar nicht und wenn ich Prof. S. nicht hätte, müsste ich mich fachlich selbst betreuen und das wäre scheiße. Ja, mein Hirn arbeitet und die Magisterarbeit wird. In zwei Wochen habe ich meine These, wartet's nur ab!

So, morgen geht's zur Frauenärztin zum Durchchecken und am Nachmittag ist FBR, d.h. schick anziehen. Ich weiß, Prof. D. ist auch nur ein Mensch, aber als Dekanin macht sie mir immer noch Angst und darum fahre ich immer noch die "look your best and smile less" Strategie. Danach wird gearbeitet und am Abend geh ich ins Lokal International, weil die S., eine Kollegin, dort einen bulgarisch-deutschen Film zeigt (und ich schon den bulgarischen Kochabend vorletzte Woche verpasst habe). Übermorgen ist dann viel Arbeit angesagt und auch Fachschaft, olé! Und zwischendurch lesenlesenlesen. Vielleicht krieg ich auch meine T. mal wieder zu fassen? Das wäre schön...

Außerdem habe ich das Gefühl, gerade das Sprechen neu zu lernen. Es ist ja ganz unglaublich, was da alles für Worte in mir drin sind... Ich lerne also nicht den Akt des Sprechens neu, sondern die Überwindung der Angst, bevor ich endlich den Mund aufkriege. Gott, das will geübt und geübt und geübt sein...

Und wundere ich mich nebenbei wieder und weiter über dieses Ding, das sich Ausstrahlung nennt. Was loben Menschen denn, wenn sie sagen: "Wow, du hast eine tolle Ausstrahlung!"? Meinen sie nicht vielleicht eher: "Wow, du kommst aber sympathisch rüber!"? Mit dieser Formulierung kann ich was anfangen, die verstehe ich. Aber "Ausstrahlung"? Ich weiß so ungefähr, was das ist und schließe aus vielen Selbsthilfeguides, was ich anscheinend alles ganz von alleine richtig mache. Aber wenn mir Menschen sagen: "Wow, du hast aber eine Ausstrahlung!", dann wollen sie mir ein Kompliment oder etwas anderes kommunizieren machen und das mag ich verstehen - sonst kann ich nicht antworten, nicht mal Danke sagen. Vielleicht übersetze ich es mir zukünftig mit: "Boah, du bist mir aber sympatisch!". Darauf kann ich antworten. Mach ich da viel falsch mit?
resa: (heart on my sleeve)







Ich sag doch immer: Geometrie habe ich verstanden. Wer das erste Stück verpatzt (zwischen 9 und 10.30 Uhr), kann sich entweder auf's Chaos einlassen oder punktspiegeln. Ich find mich schlau. XD

(Rezept ist dieses.)
 
Edit: Von der Gruppe einstimmig als sehr lecker angenommen und aufgegessen.

G.

May. 12th, 2011 08:17 pm
resa: (jump!)
Boah, diese....! Meine NERVEN.
resa: (Liebe in jedweder Art und Weise.)

Erst zwei Stunden Dateiensalat sortieren, nach dem Mittagessen Gespräch mit Chef über einen potentiellen Artikel, den ich schreiben könnte, und später Problemlösungsübungen mit den Kollegen in der Nachmittagsonne. Ich wäre ja für den einfachen und eindeutigen Code. Ja, ich, die's immer ganz genau wissen will. Manchmal kann ich eben auch pragmatisch sein. Danach Fachschaftstreffen und die mega Überraschung - wir wollen echt noch in knapp sechs Wochen ein Sommerfest aus dem Boden stampfen! Unfassbar. Da hab ich die allgemeine Grundstimmung gehörig falsch eingeschätzt, was? Von 19 bis 21 Uhr haben M. und ich dann noch im Audimax einen Vortrag von Johan Galtung gehört, der für mich auf ganz vielen Ebenen unglaublich spannend war. Man merkt erst wie selbstverständlich die kulturwissenschaftliche Sicht auf die Dinge für einen ist, wenn jemand ankommt und den kreativen Soziologen fragt: "Ich finde es verwunderlich, dass Sie Krieg und Frieden an verschiedenen Identitäten festmachen." Außerdem war die Narrenfreiheit, die der gute Mann sich mit seinem Alter und gewiss auch mit seiner Arbeit verdient hat, wirklich beeindruckend. So weit kommen, das wäre doch was. Und ab morgen darf ich die M. endlich jeden Tag umarmen, weil ich mich endlich getraut habe zu fragen. Bin ich toll oder bin ich toll? Jaja, an dem einen Tag heißt es noch: "Nein, ich kann das nicht, ich kann das nicht, ich kann das nicht!" und jetzt so was. Ich weiß. Wie war noch mal das Mittel gegen/für Wachstumsschmerzen?

Morgen ist dann mal wieder eine Arbeitsbesprechung, Direktorium und danach fallen wohl noch mehr klare Worte beim Kaffee mit dem C. Ich lass das jetzt auf mich zukommen und werd einfach versuchen, so ehrlich mir mir/ihm zu sein, wie ich eben kann. Übermorgen habe ich dann wieder einen Termin bei G. und hoffehoffehoffe einfach, dass es irgendetwas bringt.

Leben, ey.

resa: (schlaue Frau)
Bevor die Hitzewelle dieser Woche zuende geht, führe ich heute noch schnell das Blümchenkleid zum ersten Mal zur Uni aus. Hossa! Flatteri-flatteri-flaaaah. Okay, das klappt. Ich bin Student, die laufen alle so rum. Und auch mein Chef wird nicht gleich in Ohnmacht fallen. (Wenn dann bitte erst nachdem ich bei ihm in der Sprechstunde war.) Lächeln, Resa, lächeln. Und Komplimente ehrlich annehmen, nicht einfach nur wegnicken.

Klappt schon. Spiel die Frau, Baby, spiel die Frau!

und wech!

May. 3rd, 2011 11:18 pm
resa: (jump!)

Oh Mann, bin ich aufgeregt! Und ich muss packen! Ich fahre in den Urlaub! Oh Gott, oh Gott, morgen um 10.09 Uhr geht mein Zug Richtung Aachen/Bochum und erst Sonntag seh ich die träge Alltagsstadt Gießen wieder. Oh wow.

Tausend Dinge passieren hier gerade mal wieder gleichzeitig und gottseidank kann ich das auch endlich wieder so wahrnehmen.

Morgen haben M. und L. von der Fachschaft ein Gespräch mit der Geschäftführung. Man möchte einen neuen Masterstudiengang einführen und hat so einen ersten Entwurf, der... Ähm, ja. Reden wir nicht drüber, lohnt nicht. Den will man wohl nächste Woche im Direktorium lobpreisen. Nicht mit uns. Gib's ihnen, M.! M. ist so wundervoll schonungslos, wo ich manchmal zu schnell zu diplomatisch werde - die Geschäftsführung wird morgen nichts zu lachen haben. M., M., M.! Von ihr kann ich noch was lernen.

Dann war heute Prof. Jennifer Coates für einen Gastvortrag zu Besuch und es war bombastisch! Sie ist DIE Frau auf dem Gebiet English Language and Gender und war so reif und so erfahren, dass sie in ihrem Vortrag tatsächlich die Linguistik als Disziplin auf die Schippe nehmen konnte. "You wouldn't believe it, but up into the 1990s, linguists were still talking about language and sex. Everybody else in the humanities knew about the concept of gender already , but we linguists... Well, we were kind of slow." Ihre eigene Forschung, die sie uns vorgestellt hat, war natürlich schon über zehn Jahre alt und warf einige Fragen auf, denen die Ergebnisse und Methoden nicht gewachsen waren, aber spannend war es allemal. Danach haben wir überlegt, ob wir nicht mal unsere Gespräche beim Mittagessen aufzeichnen und untersuchen sollen, wir als gemischt-geschlechtliche Linguistengruppe. Allerdings haben wir zu wenig Herren und da meinte die S. doch glatt zu mir: "Dann musst du den Mund halten, damit es natürliche Verhältnisse sind." Was sagt man dazu?! Oi!

(Nebenbei bemerkt kann meine Professorin aber auch echt kaum eine Gelegenheit auslassen, um... Ja, wie nennt man das denn? "Den Kontakt zu halten"? Ich besuche ja keine Veranstaltung bei ihr, halte mich außerdem noch aus ihrer Sprechstunde fern und was macht sie? Kam heute Abend auf M. und mich zu, nur um uns kurz dafür zu danken, dass wir den Gastvortrag besucht haben, der ja im Rahmen ihres Seminars stattfand. Ob sie das bei jedem gemacht hat? Wahrscheinlich nicht. War auch nicht das erste Mal, dass so etwas in den letzten Wochen passiert ist. Meine liebe G., ich komm ja bald. Lass mich so halbwegs einen Plan haben, den Ego-Boost von zwei Freundinnen, die ich viel, viel, viel zu selten sehe und dann lege ich dir ein Konzept auf den Tisch, das sich gewaschen hat. Bevor ich meinen Abschluss habe, sollst du mich nicht noch einmal so gebrochen sehen. (Und ja, hier spricht mein Stolz.))

Danach habe ich außerdem zwei sehr tolle Komplimente von einer chinesischen Austauschstudentin bekommen, die meinte: "You look very fashionable today and also very energetic!" Danke, liebe Q. ;__; Ich meine, für's fashionable schäm ich mich fast, aber engergetic? Ich bin also wieder auf dem aufsteigenden Ast. (Und ich fahre morgen in den URLAUB.)

Und das Allerbeste: Beim Kopieren hatte ich eine kleine Erleuchtung für meine Magisterarbeit. Gerade such ich mir nämlich noch verschiedene Quellen zusammen, die das Genre Fantasy ein bisschen auseinander nehmen und in Subgenres teilen. Und als ich die heute so kopierte und mir den Kopf darüber zerbrach, wo "Wicked" wohl reinpasst (da und da und da und da und...), ging mir auf, dass ich genauso gut über die Nicht-Zuordbarkeit des Romans schreiben könnte. Das gefällt mir, ich glaub, das mach ich. Gegen alle Definitionen, Defying Clarity sozusagen. (Haha.)

So, packen.
resa: (Süßigkeiten)

Kein Rezept von mir selbst, sondern tatsächlich von Weight Watchers selbst, für dich hier nicht groß Werbung machen will, aber hey, ob ich das Rezept nun aus meinem WW-Backbuch abtippe oder online zu ihm linke, ne? Ich habe heute also diesen Blechkuchen gebacken.

Backen entspannt mich. Wenn ich mich nicht verrechne, habe ich tatsächlich jeden der letzten fünf Sonntage in der Kuche gestanden und noch irgendetwas Süßes zubereitet. Das passiert, wenn man mir plötzlich ein Backbuch in die Hand gibt und die Bediehnungsanleitung meiner zu Heißluft fähigen Mikrowelle zu einer Zeit, in der ich sehr häufig den Drang verspüre, mir etwas Gutes zu tun. Gute Sache, dass ich inzwischen weiß, wohin mit dem Rest des Bleches - wenn meine Mädels es bei aufgezwungener Kaffeepause am nächsten Tag nicht aufessen, dann freuen sich meine Leute beim WW-Treffen, wenn sie am Abend noch etwas davon abbekommen.

resa: (Hallo Sexy.)

Ich habe gestern mein erstes Parfum bzw. mein erstes Eau de Toilette gekauft und zwar dieses tolle Ding hier und die M. trägt seit neuesten Minirock, Dekoltee und scheint sich ziemlich wohl drin zu fühlen. Ach Leben, du gehst halt doch weiter.
resa: (schlaue Frau)

"Bei uns am Institut ist es völlig egal, ob man ein Mann oder eine Frau ist, aber nicht, ob Literaturwissenschaftler oder Linguist!"
- M.
 

Auf die Spitze getrieben, aber erschütternd wahr im Kern. Mit einem Gastvortrag über De-Gendering in der Literatur im Kopf haben wir auf dem Nachhauseweg eben mal wieder versucht, das stärkste Gegensatzpaar unseres Unilebens auszuhebeln bzw. es zu de-disziplinieren. M. schlug mir z.B. vor, die Revision, die ich auf der Arbeit gerade an unserem Projekt-Manual vornehme, doch als Artikel in einer linguistischen Zeitschrift zu veröffentlichen. Meine erste Reaktion war: "Ja toll, damit man mich noch mehr auf die Linguistik festnagelt als sowieso schon?" Aber eigentlich hat sie Recht. Mal schauen, ob das machbar ist (und wann). Aber wenn ja, dann kann ich mir und der Welt beweisen, dass ich trotzdem und außerdem eine Literatur- und Kulturwissenschaftlerin bin und werden kann.

Also weiter allen Widrigkeiten zum Trotz. Kommt man irgendwann eigentlich mal irgendwo an? Gibt's da Studien, Statistiken, Erfahrungswerte? Was wird aus Menschen wie mir?
resa: (work)
Okaaaaaay. Für die Schinderei letzten Juni/Juli/August dankt der Chef T., T. und mir tatsächlich in einer seperaten Fußnote des Artikels, den er jetzt veröffentlich hat. Ich bin baff.

Andererseits melden sich unsere Austauschstudenten, die mit am Projekt arbeiten sollen, eher beim Chef als bei uns und so wundert der sich jetzt, dass wir keinen besseren Kontakt mit ihnen halten. Tja, was soll man auch machen, wenn man auf Emails á la "Bitte meldet euch bei uns, sobald ihr eure Stundenpläne fertig habt!" keine Antwort bekommt? Doof aus der Wäsche schauen.

Was auch immer passiert, mein Mantra für den Job lautet: Ich mach meine Arbeit, aber nicht mehr...

wäh

Apr. 8th, 2011 08:01 am
resa: (schlaue Frau)
Ich fühl mich ganz schön wabbelig im Moment, ein bisschen verschnuft bin ich und krieg mich fast nicht aus dem Bett morgens. Muss so eine furchtbar doofe Kombination aus Muskelkater, Vorlauf der Periode und zu wenig Schlaf sein. Blergh, echt mal. Recht produktiv war diese Woche dafür trotzdem, Montag und Dienstag habe ich gearbeitet und seit Mittwoch lese ich für die Magisterarbeit. Viel anderes habe ich aber auch nicht koordiniert bekommen, weder M. noch T. habe ich für mehr als zehn Minuten am Stück gesehen. Ich baue auf's Wochenende und hoffe, dass ich mich auch bald mal wieder so fühle, als würde ich auch wirklich etwas tun wollen. Am liebsten jetzt wieder sofort ins Bett...

Hm, das Abnehmen funktioniert gerade wieder ganz gut und gestern habe ich tatsächlich ein Blümchenkleid für den Sommer gekauft. Sommer komm!
resa: (Süßigkeiten)

Ich hab's diese Woche endlich mal wieder mit dem Punkte Zählen auf die Reihe bekommen und ging dementsprechend motiviert und belohnt beim Treffen von der Waage. Obwohl ich, als ich dann nach einem späten Einkauf, schon ziemlich geschafft zu Hause ankam, dachte ich: "So. Und heute ist genau der richtige Tag, um das erste Rezept in mein erstes selbstgeschriebenes Rezeptbuch zu schreiben!"




TADA! Das ist es. ♥♥♥


Und was kommt da natürlich als allererstes rein?


 

mmmmh! <3

Apr. 2nd, 2011 10:39 am
resa: (Süßigkeiten)

Porrige. ♥

Habe heute 50g Haferflocken mit 150ml Wasser und 75ml Milch gekocht und werde die nächsten Tage mal ein wenig mit dem Mischverhältnis herumspielen. Außerdem habe ich zweifach gesüßt, mit Zucker und Honig, das muss wohl tatsächlich nicht sein, zumindest nicht, wenn man zum Essen noch eine Banane reinschneidet.

Juchu, ausprobieren!


(Danke [personal profile] blady!)

resa: (heart on my sleeve)
So, morgen früh geh ich schwimmen und zum Mittag gibt's Mangosandwich. Gute Nacht!
resa: (heart on my sleeve)

Tja, unkompliziert war mal, was? Ich trage seit gestern wieder ein paar mehr Gedanken mit mir durch den Tag und bin ganz froh, dass ich jetzt, heute oder morgen keine Entscheidung treffen muss. Ich habe und genieße im Moment echt den Luxus, mir meiner Gefühle und Gedanken sehr bewusst zu werden. Und meinen alten Muster, die mich pausenlos in die Seite pieksen und zischen: Du musst jetzt aber soundso fühlen, entscheide dich endlich!, streck ich die Zunge raus. Ich lass mir Zeit. Ich muss im Moment mal echt gar nichts, außer mir darüber bewusst werden, was ich muss und was nicht. Ich krieg das schon hin, bin schließlich ganz schön selbstreflektiert.
resa: (heart on my sleeve)

Weil die gute [personal profile] lenija am Wochenende Geburtstag hatte, war ich auf Reisen und hatte eine super schöne Zeit. Ich habe nicht nur wundervolle und interessante Menschen kennengelernt, sondern habe auch mal wieder erleben dürfen, wie heilsam eine neue bzw. fremde Umgebung sein kann. Ich kannte dort niemanden, d.h. niemand kannte mich und habe mich dadurch so frei gefühlt wie schon lange nicht mehr. Ich habe mir erlaubt, auch mal den Mund zu halten und statt jede Stille gleich mit Inhalt zu füllen, mal einfach nur zu beobachten. So eine entspannte Haltung leiste ich mir selten und war mir bis zum Wochenende gar nicht so bewusst, dass sie möglich ist. M. sagt immer, dass wir halt Rollen spielen, die wir im Laufe unseres Lebens erlernt haben und die sich bewährt haben - und für mich hat sich in den letzten Jahren die aktive, kommunikative Diplomatin bewährt. Ich bin sehr stolz, dass ich mich jetzt mal aus dieser Wohlfühlzone herausgetraut habe und sehr glücklich, dass ich damit so eine gute Erfahrung machen durfte. Es war super schön, so[personal profile] lenija persönlich kennenzulernen, geekige Gespräche zu führen, sie andere führen zu lassen und für einen Abend und folgenden Morgen einfach das Beisammensein mit sehr lieben und unkomplizierten Menschen zu genießen. Das tat mir wirklich gut.


Und jetzt for the record noch kurz etwas anderes. Ich weiß zwar noch nicht, was ich davon halten, wollte es hier aber trotzdem für euch vermerkt haben. Also. Meine Professorin hat mir eine Email geschrieben, in der sie mich fragt, ob ich nach unserem letzten, sehr schwierigen Gespräch jetzt noch einmal Bedarf hätte, mit ihr zu sprechen. Was sage ich dazu? Aus ist's wieder mit unkompliziert. Da muss ich erst einmal drüber nachdenken.

Funkstille

Mar. 26th, 2011 01:43 am
resa: (Was für eine seltsame Phase...)
Seit einem Monat weiß ich nicht mehr so genau, was ich sagen soll. Ich geh immer noch durch Phasen und glaub auch nicht daran, dass das bald aufhört. Inzwischen bin ich immerhin beim Trotz angekommen und versuch ein wenig, ihn zum Aufstehen zu nutzen. Verrückte Zeit. Ich fühl mich so bodenlos, ganz schön hilflos und irgendwie zwischen allen Dingen. Aber während all dem panisch-blinden Tasten ins Fremde hab ich glücklicherweise wieder spüren dürfen, was für wundervolle Freunde ich habe. Da boxt sich die Dankbarkeit und Demut aus mir heraus und haut der Angst vor dem Leben, die mich gerade festhält, mal ganz schön eins auf's Maul. Erst gestern gab es wieder so einen Moment, als ich bei M. auf dem Sofa saß und dachte: "Hey, sind Menschen, denen man sich öffnen kann und die einem das gleiche Vertrauen entgegen bringen, nicht einfach das größte Geschenk?!" Ein Teil von mir kann dieses Glück echt nicht fassen, dass sowas geht, gerade dann, wenn die Umstände alles andere als schön sind. Ich erinnere mich noch, vor knapp einem Jahr gab es auch eine Zeit, in der ich furchtbare Angst hatte und meine Freunde damals... Wir waren uns nicht so nahe, dass sie mir hätten helfen können. Solche Erfahrungen habe ich in der Vergangenheit, glaube ich, einige gemacht. Aber jetzt fühlt es sich sehr anders an und daraus nehme ich gerade zwei wichtige Dinge mit: a) Beziehungen mit Menschen können so nah und intim sein, dass sie mich in schweren Zeiten stützen können und b) ich bin inzwischen zu so einer Intimität fähig. Ja, ich. Naja, Intimität ist ein großes Wort, aber es ist schon das, was ich meine. Keine Distanz mehr, kein Verstellen, echt nur Ich sein und wissen, dass es genau das ist, was der Mensch, der mir gegenübersitzt, will und was ihm Freude bereitet. Ich muss mich trauen, muss mein Vertrauen dafür aktiv zusammenkratzen, aber ich bin mutig und tu's. Wieder ein großes Wort, der Mut. Es ist ein Drang, ein Verlangen nach Nähe, Akzeptanz und Zufriedenheit mit anderen Menschen, das mich dazu bringt, mich zu öffnen. Ist das Mut? Wenn man nicht anders kann und die Alternative einfach keine ist? Na, dann ist das wohl Mut. Was ich sagen will, ist: Ich sehe, dass ich mich entwickle und das macht mich glücklich. Es ist einfach, nach Rückschlägen vor Angst bewegungslos zu sein, aber ich kämpfe schon wieder.

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