resa: (Lernen)
Ich kann in die Zukunft gucken.
resa: (Lernen)
Ich könnte mich totlachen! Warum?

Wenn wir dem Dekanat eine Email schreiben und das Dekanat uns antwortet, habe ich auch nach einem Jahr noch eine riesige Freude daran, diese Emails Satz für Satz auseinandernehmen und bei jedem zweiten mental aufzuzeigen und zu schreien: "Stimmt so nicht! Und das wissen Sie so gut wie wir!"

Hierarchie, ey. Selbst die oben müssen nett zu denen unten sein, damit's kein Rambazamba gibt. Aber was in solch formellen Nachrichten alles zwischen den Zeilen stehen kann, das erstaunt selbst den geübtesten Literaturwissenschaftler...


Egal, was im Oktober kommt - meine Reifeprüfungen in den verschiedenen Disziplinen der Fachschaftsarbeit habe ich längst bestanden.

Fürchtet mich, denn ich weiß, was ich tue!

und wech!

May. 3rd, 2011 11:18 pm
resa: (jump!)

Oh Mann, bin ich aufgeregt! Und ich muss packen! Ich fahre in den Urlaub! Oh Gott, oh Gott, morgen um 10.09 Uhr geht mein Zug Richtung Aachen/Bochum und erst Sonntag seh ich die träge Alltagsstadt Gießen wieder. Oh wow.

Tausend Dinge passieren hier gerade mal wieder gleichzeitig und gottseidank kann ich das auch endlich wieder so wahrnehmen.

Morgen haben M. und L. von der Fachschaft ein Gespräch mit der Geschäftführung. Man möchte einen neuen Masterstudiengang einführen und hat so einen ersten Entwurf, der... Ähm, ja. Reden wir nicht drüber, lohnt nicht. Den will man wohl nächste Woche im Direktorium lobpreisen. Nicht mit uns. Gib's ihnen, M.! M. ist so wundervoll schonungslos, wo ich manchmal zu schnell zu diplomatisch werde - die Geschäftsführung wird morgen nichts zu lachen haben. M., M., M.! Von ihr kann ich noch was lernen.

Dann war heute Prof. Jennifer Coates für einen Gastvortrag zu Besuch und es war bombastisch! Sie ist DIE Frau auf dem Gebiet English Language and Gender und war so reif und so erfahren, dass sie in ihrem Vortrag tatsächlich die Linguistik als Disziplin auf die Schippe nehmen konnte. "You wouldn't believe it, but up into the 1990s, linguists were still talking about language and sex. Everybody else in the humanities knew about the concept of gender already , but we linguists... Well, we were kind of slow." Ihre eigene Forschung, die sie uns vorgestellt hat, war natürlich schon über zehn Jahre alt und warf einige Fragen auf, denen die Ergebnisse und Methoden nicht gewachsen waren, aber spannend war es allemal. Danach haben wir überlegt, ob wir nicht mal unsere Gespräche beim Mittagessen aufzeichnen und untersuchen sollen, wir als gemischt-geschlechtliche Linguistengruppe. Allerdings haben wir zu wenig Herren und da meinte die S. doch glatt zu mir: "Dann musst du den Mund halten, damit es natürliche Verhältnisse sind." Was sagt man dazu?! Oi!

(Nebenbei bemerkt kann meine Professorin aber auch echt kaum eine Gelegenheit auslassen, um... Ja, wie nennt man das denn? "Den Kontakt zu halten"? Ich besuche ja keine Veranstaltung bei ihr, halte mich außerdem noch aus ihrer Sprechstunde fern und was macht sie? Kam heute Abend auf M. und mich zu, nur um uns kurz dafür zu danken, dass wir den Gastvortrag besucht haben, der ja im Rahmen ihres Seminars stattfand. Ob sie das bei jedem gemacht hat? Wahrscheinlich nicht. War auch nicht das erste Mal, dass so etwas in den letzten Wochen passiert ist. Meine liebe G., ich komm ja bald. Lass mich so halbwegs einen Plan haben, den Ego-Boost von zwei Freundinnen, die ich viel, viel, viel zu selten sehe und dann lege ich dir ein Konzept auf den Tisch, das sich gewaschen hat. Bevor ich meinen Abschluss habe, sollst du mich nicht noch einmal so gebrochen sehen. (Und ja, hier spricht mein Stolz.))

Danach habe ich außerdem zwei sehr tolle Komplimente von einer chinesischen Austauschstudentin bekommen, die meinte: "You look very fashionable today and also very energetic!" Danke, liebe Q. ;__; Ich meine, für's fashionable schäm ich mich fast, aber engergetic? Ich bin also wieder auf dem aufsteigenden Ast. (Und ich fahre morgen in den URLAUB.)

Und das Allerbeste: Beim Kopieren hatte ich eine kleine Erleuchtung für meine Magisterarbeit. Gerade such ich mir nämlich noch verschiedene Quellen zusammen, die das Genre Fantasy ein bisschen auseinander nehmen und in Subgenres teilen. Und als ich die heute so kopierte und mir den Kopf darüber zerbrach, wo "Wicked" wohl reinpasst (da und da und da und da und...), ging mir auf, dass ich genauso gut über die Nicht-Zuordbarkeit des Romans schreiben könnte. Das gefällt mir, ich glaub, das mach ich. Gegen alle Definitionen, Defying Clarity sozusagen. (Haha.)

So, packen.

G.

Feb. 17th, 2011 12:16 am
resa: (jump!)

Ich habe die beste Professorin, die es gibt auf der Welt. Ich habe ja schon relativ lange keine Lobeshymnen mehr auf sie gesungen, weil alles, was mit meiner nahen Zukunft/ihr als meiner Doktormutter zusammenhängt sehr, sehr ungewiss ist und ich darüber nicht gern nachdenke. Jetzt hatten wir aber letzte und diese Woche Vorstellungsgespräche am Institut und die FS-Mädels und ich waren als Fachschafts-/Studentenvertreter darin involviert und G., meine Professorin, eben auch. Und ich weiß mal wieder, was ich an ihr habe.

Das Ärgerliche ist nur, dass ich es nicht gut benennen kann... Es klingt so trivial, wenn ich sage: "Sie denkt mit", "Ihr ist wirklich wichtig, was die Studenten denken" und "Sie hat ihren professoralen Kopf nicht völlig in den Wolken". Sie kann außerdem kommunizieren. Auch nichts Besonderes, oder? Denkste! Das ist so selten, so verdammt selten hier, ich meine, dass jemand pragmatisch und effizient reden und zuhören kann! Ich habe in den letzten zwei Jahren sehr viele Kurse bei ihr besucht und bin so verwöhnt dadurch, dass mir im Kontakt mit den anderen Professoren immer häufiger auffällt, wie schwer es ihnen teilweise fällt, Diskussionen anzustoßen, am laufen zu halten und irgendwann auch auf ein Ende hinzuführen. (Natürlich finden es auch nicht alle Professoren gleich wichtig, dass die Studenten diskutieren und sie selbst in den Hintergrund treten.) Und während bzw. nach den Vorstellungsgesprächen fielen mir diese Fähigkeiten von ihr mal wieder sehr stark auf.

Oh Mann, oh Mann. In der letzten Woche, die so verflixt vollgestopft war mit Fachschaftsarbeit, habe ich mal wieder unglaublich viel über Hierarchie und Diplomatie gelernt - und natürlich über mich selbst. Das ist echt ganz schön wow. Und ich werde die Chance auch nutzen, Feedback von G. für uns abzuholen, denn sie nicht zu fragen, wie sie uns und unser Auftreten, unsere Argumentation etc. wahrgenommen hat, wäre eine furchtbares Versäumnis von konstruktiver Kritik. Ich meine, würde ich Prof. B. fragen, wie wir auf ihn gewirkt haben, würde er lächeln, glücklich aussehen (wie er's immer tut, der Glückliche!) und sagen, dass er unser Engagement unglaublich schätzt. Und was müsste ich dann nach Vorstellungsgesprächsmanier eigentlich antworten? "That didn't answer the question..."

Wie gesagt, manche Menschen kommunizieren eben effizienter als andere. Obwohl ich 'effizient' genauer definieren müsste, um ihm 'leeres Gelaber' ankreiden zu können, aber ihr wisst, was ich meine, oder? Jedenfalls, meine Professorin ist die beste der Welt und ich hoffe, dass ich, egal, wie lange ich noch hier sein werde, mir noch einiges von ihr Abschauen können werde. Ich wage ja gerade aus verschiedenen Gründen nicht mehr so ganz davon zu träumen, aber wie großartig wäre es denn bitte, wenn diese Frau als Doktormutter für ein paar Jährchen eine schützende Hand über meine akademische und auch persönliche Entwicklung halten würde? Oh Mann...


resa: (Lernen)

Ich erlebe gerade so verdammt viel und weiß gar nicht, wie ich es je schaffen soll, das alles auszuwerten. Mir fehlt da echt ein Evaluationsbogen für mich selbst, auf dem klare Kategorien angeben sind, nach denen ich mich richten kann. Ja, die Dinge laufen verhältnismäßig gut (zumindest die, die ich beeinflussen kann), aber ich, uh, verbieg mich, mach Spagate wie blöde und frag mich ernsthaft, ob das nicht alles ein bisschen eleganter ginge. Haha, 'elegant' - dafür nehm ich jetzt in Zukunft lieber diesen Nagellack! So einfach ist das manchmal! Die Ente bin ich.


resa: (schlaue Frau)

GROOOOOOAAAAAARRRRRRRR!

Wenn ich gerade Zeit zum mich elaboriert Aufregen hätte, wäre es jetzt mal wieder echt angebracht. Heute stinkt mir die momentane Fachschaftsarbeit ganz gewaltig. Nein, mir stinkt sie nicht Allgemeinen, aber ey, die Menschen, mit denen man Kontakt hat, verhandeln muss. Honig um's Maul schmieren muss! Ach, muss das Leben als Professor schön und angenehm sein... Ich habe heute im FachBereichsRat mal wieder gedacht, ich sitz im falschen Film! "Ja, Wichtige Sache Xy haben wir im Professorium besprochen, dann stimmen wir jetzt im FBR mal darüber ab. Hier ist gerade eh keine Zeit." Äh, nein?! Hackt's oder was?! Da sitzt man da als studentischer Vertreter und muss zusehen, wie so ein Beschluss unbesprochen durchgeht, weil die Professoren zu siebt sind und wir eben nur zu dritt. Da stimmt man für's Protokoll dagegen, aber was für ein Scheiß! Hallo Hierachie, lange nicht mehr gesehen.

Und dann, und dann. Dann kommt da eine Professorin an, die über den FBR gern einen Antrag an das Präsidium stellen möchte, wegen einer Sache, die zu komplex ist, als dass ich sie hier jetzt wiedergeben möchte. Fakt ist, ihr Anliegen war nachvollziehbar in Teilen, aber ihr Antrag, Leute, ihr Antrag war rassistisch bis zum Dorthinaus. Und um so eine Frau dann in Watte zu packen und ihr höflich und sehr verschleiernden Worten nach zu legen, dass wir den nur gekürzt/umformuliert bestätigen - dafür haben wir dann Zeit. Prioritäten, PRIORITÄTEN.

Und noch eins! Naja, eigentlich lohnt sich das Aufregen darüber echt erst morgen, aber sei's drum. Morgen sind Vorstellungsgespräche, Lehrproben, trallala, richtig groß, tolle, engagierte Kommission usw. Sollte man meinen. Aber ich sag's euch, die GeschäftsFührung hat's doch nicht ernst genommen. Seit drei Wochen bin ich jede Woche einmal bei der GF im Büro, wir besprechen Dinge, ich glaube, man hat verstanden, was ich Ihnen nahelegen will... Und? Fehlanzeige. Was mir heute schon geflüstert wurde, werde ich morgen bestätigt kriegen, glaubt's mir. UND DANN. Und dann hat die GF es echt mal verdient, dass ich Klartext mit ihr Rede und sage, wie enttäuscht ich bin, dass ihr anscheinend so wenig an unserer gemeinsamen Arbeit liegt. Sie verlässt sich auf die Fachschaft, aber die Fachschaft kann sich nicht auf sie verlassen. Und wenn auch das Hierarchie ist, dann kann mich der ganze Scheiß erst mal gern haben! Für ein paar Tage. Ach. Als wäre ich eh noch lange Student. Pff.

Oh Mann. Das einzige Gute an dem heutigen Fachschaftstag war ein Gespräch mit Frau S., die den FBR als ähnlich katastrophal empfunden hat. Kein Wunder, sie ist ja auch keine Professorin, sondern Mitarbeiterin...


Und von dem Rest meines Tages, der von feministischen Diskussionen und sexuellen Spannungen durchwebt war, fang ich jetzt gar nicht erst an. Ich geh mir jetzt mein Mittagessen für morgen machen (Nudelsalat), denn man sitzt da dann schließlich von 9 bis 16 Uhr in der Kommission, ne?
resa: (Kirk says: OMFG!)
Entweder bin ich blind oder die Anglistik hat keine Professorenliste für den Fachbereichsrat gestellt. Suuuuuuuuper. Haben wir da jetzt 70% Germanisten, 29% Romanisten und 1% Slavisten für's kommende Jahr? Und dass, obwohl wir das zweitgrößte Institut am Fachbereich sind? Herzlichen Glückwunsch!

DEPPEN!

Wie kann sowas bitte passieren?!



(Ich reg mich nicht auf, nein, ich reg mich nicht auf, nutzt ja nichts, sollense machen, sollense machen...)

9 Stunden

Jan. 27th, 2011 12:03 am
resa: (Liebe in jedweder Art und Weise.)

Phew, so richtig ging mein Tag eigentlich erst ab 15 Uhr los, mit Seminar, Gesprächen und so, aber meine Güte, ist da viel passiert in meinem Kopf. Jetzt ist schon wieder 23 Uhr und dass, obwohl [personal profile] blady schon vor einer guten Stunde meinte: "So, jetzt legen wir auf, du willst schließlich ins Bett." Aber die Wäsche!

Ich wollte trotzdem noch schnell einen sehr schönen Gedankengang festhalten, der mich sehr glücklich macht, obwohl er eigentlich sehr simpel ist und sicher schon von sehr vielen Menschen gedacht und geäußert wurde. Ich hab ihn nur bisher noch nie selbst gespürt. Und er geht so: Hey, egal, wie sehr mir M.s Zweifel gerade zu schaffen machen, die Freundschaft, die wir haben, ist doch so eng, dass ich sie in meine dreckige Wohnung gelassen habe, als ich krank im Schlafanzug im Bett gelegen habe - und ich habe mich wohl dabei gefühlt! Es war tatsächlich selbstverständlich. Vielleicht bin ich doch nicht so ein großer Beziehungskrüppel/-anfänger wie ich oft denke. Denn würde denn jetzt noch groß zu einer Partnerschaft fehlen? Die körperliche Anziehung. Na, dann bin ich doch schon ganz schön mit dem Partnerschaftsgefühl vertraut, von dem ich bisher gedacht habe, dass ich es erst noch entdecken muss in der Welt. So dachte ich heute Abend. Da ist echt ein Groschen gefallen, irgendwie. Ich geh mir jetzt mal wieder Gefühle erlauben allerseits. Jetzt weiß ich ja immerhin, was ich da hinterher jage.

What else?


Zachary Quinto!



(Aber was meint  der Punkt "Institutsorganigramm" auf der Tagesordnung des Direktoriums? Losen wir dann nächste Woche neu, wer das Sagen hat, oder wie? Wär' ich für! Demokratie, pöh! Waren doch grad erst Hochschulwahlen - reicht erst mal wieder! Bwahahahaha!)
resa: (schlaue Frau)

Na, das lief heute ja gleich 1000 Mal besser als am Donnerstag!

1) Der Hörsaal A5 ist nicht so groß wie A1.
2) Die Sache mit den Gremien und Ausschüssen ist besser rübergekommen.
3) :D!

resa: (Lernen)
Eine Katastrophe! Ich zumindest. Und was bin ich neidisch auf M., die einfach in eine Rolle schlüpft, in der sie dann ganz locker und selbstbewusst vor 100 Studenten sprechen und sie begeistern kann. Ich weiß, das ist jahrelange Übung, aber trotzdem... Selbst L. hat auf mich einen positiveren Eindruck gemacht als ich selbst und ich bin ganz schön enttäuscht von mir. Das kann ich eigentlich besser. Ich meine, nicht, dass ich eine vollständige Erinnerung an diese zehn Minuten besitzen würde, mittendrin hatte ich schließlich auch einen schönen Blackout... M. meint, ich hätte mich aber wieder gefangen. Na, wenn sie das weiß.

Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass G. mich recht am Anfang unterbrach, um mir das Funkmikro um die Ohren zu setzen, das ich bisher nur in der Hand gehalten hatte. Ich wollte das nicht und murmelte: "But don't I look silly with it?", worauf G. mir versicherte: "You look beautiful". Und in den ersten Reihen kicherte es.

Vielleicht ist das heute aber auch alles gar nicht passiert und war nur ein wirrer Traum. Ich muss M. morgen noch mal fragen.
resa: (jump!)

Tja, da habe ich gestern wohl echt einen Schalter umgelegt. Bin heute viel optimistischer ans Werk gegangen und wurde sofort dafür belohnt. Na gut, einige Dinge wären auch passiert, wenn ich weiter so... ja, was eigentlich genau? Egal, jetzt bin ich's ja einfach nicht mehr.

Mach's mir gerade zur Angewohnheit, morgens um 6.00 Uhr aus dem Bett zu fallen, um tasächlich Zeit für alles zu haben: Duschen, Föhnen, Schminken, Frühstücken und Pausenbrot Schmieren. Und um 7.45 Uhr krieg ich (im Idealfall) den Bus und bin um kurz nach Punkt in der Uni. Heute Morgen hab ich mich dann für zwei Stunden in die Fachbereichsbib gesetzt und brav Hausaufgaben gemacht - und danach erst gearbeitet. Wirklich, die produktivsten Stunden des Studententages sollten dem Studium gehören, auch wenn man Hiwi ist. Dann bot mir Prof. L. das Du an, weil wir uns in den Linguistik-Lehrstühlen an sich alle dutzen, das nur erst verspätet den Neuzugängen kommuniziert wurde. Gab da so'n bisschen Heckmeck seit Sommer. Jetzt ist sie jedenfalls C. und ich bin T. und weil wir jetzt ein bisschen mehr informell sein dürfen, rutschte ihr in meiner Gegenwart und in der des Beamers auch gleich einmal ein "Scheiße!" heraus. Sehr sympatisch.

Um 14 Uhr war dann die erste Direktoriumssitzung der Anglistik im neuen Semester und sie war LANG. M. hatte einen Tagespunkt sehr genau vorbereitet und hui, da ging's zur Sache. Wie sehr es höflich und diplomatisch eben zur Sache gehen kann, ne? Aber meine Herren, unsere Vizepräsidentin hat's sowas von drauf, sehr, sehr höflich und subtil dafür zu sorgen, dass man sich nicht beschweren möchte, ja, ihr nicht einmal ansatzweise widersprechen möchte! "Wir machen das gut." Damit ist schon viel gesagt. Das "Da müssen wir gar nicht weiter drüber reden" hört jeder, aber es muss nicht mal mehr gesagt werden. Bereite mich bald auf meine Linguistik-Prüfung vor, dann weiß ich wieder das schlaue Wort für so etwas. Produktive Sitzung, studentisches Engagement vorgezeigt und die Antennen für non-verbale Kommunikation feiner gestellt.

Dann ging's um 16 Uhr weiter ins Romance-Seminar, zu dem G. und ich mal prompt zu spät kamen, und diese Sitzung war so viel, viel, viel besser für mich als die von letzter Woche. Wir hatten a) einen Text zu bearbeiten, der mal das genau Gegenteil von dem sagte, was wir letzte Woche besprochen haben und b) hab ich meinen Schnabel auch mal wieder aufbekommen. Danach habe ich mir dann noch von zwei sehr fähigen Kommilitonen im Seminar übers Lesen zwei sehr schwierige Texte erklären lassen, bin nach Hause gefahren, hab die Wäsche angeschmissen und mir eine Kugel Häagen-Dazs-Schokoladeneis gegönnt.

Schnabel aufkriegen und sich nicht mehr schämen. Morgen geht's nicht nur im bunten Kleid zur Uni, sondern auch mit knallrotem Lippenstift. (Ein Vorbild nehme ich mir dafür an ihr.) ) Bin gespannt wie das in der Uni ankommt. Ob man im Institut endlich mal anfängt, über mich und meinen Klamottengeschmack zu tratschen? Wie sonderbar muss ich mich denn noch anziehen und einen auf Frau Extravagant machen, dass den Leuten nicht mehr so sehr auffällt, dass ich abgenommen habe, sondern dass ich mich echt ganz schön komisch aufführe. Ach, es ist ein Jammer... Wenn man den guten Ruf erst einmal sicher hat, muss man sich echt abrackern, um wieder aus der Schublade rauszukrabbeln. Ich arbeite dran. Dieses engagierte Musterschülerin-Klischee passt mir nämlich mal gar nicht. Da möchte ich bitte noch ein "etwas speziell" dazu, danke.


(Und heute Nacht muss ich wissen, wie If you could see me now von Cecelia Ahern endet! Bittbittebittebitte Happyend!!!)
resa: (Lernen)

Hier geht's rund, aber ich habe nicht die Ruhe, stillzusitzen und alles aufzuschreiben. Heute habe ich mit M. und I. vier Stunden im Fachschaftsraum gesessen und immer mal wieder reinpurzelnden Mentoren-Ersti-Gruppen erzählt, was die Fachschaft ist und warum sie mega cool ist. Dann haben sie Süßes bekommen, muhahaha. Jetzt müssen sie immer, wenn sie Süßigkeiten essen, an die Fachschaft denken. Ein paar Kollegen haben letztens schon ganz richtig bemerkt, dass M. und ich gerade so eine kleine Diktatur führen. Ähem. Fürchtet uns! Ja nee. M. und ich, wir hatten in den letzten Monaten einfach so viele Ideen und in der vorlesungsfreien Zeit war ja sonst keiner da... Morgen bringen wir mehr Süßkram unters Volk und sabbeln uns weiter den Mund fusselig, yeah!


Hab heute auch mal wieder Mittagessen für morgen gemacht und fühl mich gut dabei. Es gibt Nudeln mit grünem Pesto, Pilzen und Tomaten, außerdem zum Nachtisch Quark mit Birne und Trauben. Wenn M. und ich nicht auch morgen Abend wieder total im Arsch sind, mach ich uns zum Glee Gucken noch Kartoffelklöße. Kochen tut mir gut.
resa: (jump!)

Wir sind mal echt der Burner.

Ich geh mich dann mal die nächsten Tage zwischen hysterischem Gekicher und stiller Selbstzufriedenheit einpendeln.

(Und wenn das einigermaßen passiert ist, erzähl ich auch, was der Anlass ist.)

Scheiße...

Wir sind so verdammt gut.

Hibbelei

Sep. 29th, 2010 01:38 am
resa: (jump!)
Gott, ich sollte längst schlafen, aber ich bin so aufgeregt! M. und ich müssen morgen nämlich von 9 bis 15 Uhr fachschaftlich glänzen. Drückt uns die Daumen, ja?
resa: (jump!)

Oh wie gut mein Kaffee duftet... Mmmmh. Nach zwei Wochen mal wieder selbst gekocht. Nachdem die M. mir gezeigt hat, dass schwarzer Tee auch echt lecker sein kann, wenn man nur den richtigen trinkt (von der Insel und mit Milch bitte), habe ich die Morgen der letzten zwei Wochen kaffeefrei bestritten. Ich mein, ich trink auch schon ohne den zum Frühstück meine zwei bis drei Tassen am Tag. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, ob schwarzer Tee tatsächlich so viel gesünder ist (Koffein hat er schließlich auch), aber die Abwechslung war nett und mit dieser Erfahrung kann ich jetzt auch bei den heißen Getränken der Routine-Langeweile besser gewapnet entgegentreten.

Ansonsten waren M. und ich heute bei Frau S. in der Sprechstunde, um zu horchen, ob sich wegen der Sprachpraxis was Neues getan hat. Ach und Frau S. ist so goldig, selbst wenn sie verneinen musste und sagte: "Ach, das ist eine Scheiße, jetzt aber mal wirklich! Und Sie rennen bei mir offenen Türen ein, ich versteh Sie, ich versteh Sie. Es bewegt sich nur leider nichts!" M. und ich haben dann beschlossen, Frau S. als Assistenz der Geschäftsführung ein wenig in Ruhe zu lassen und in Zukunft eher Prof. B., dem GD (= Geschäftsführenden Direktor) selbst jede Woche eine Email zu schreiben. Es ist mal wieder Zeit, sich aus der Wohlfühlzone herauszubewegen. Ja, mit Frau S. fühlen wir uns sicher, weil sie nur Frau S. und nicht Prof. S. ist und jaja, mal wieder ein Punkt an dem wir wachsen können.

Außerdem ist uns mal wieder bewusst geworden, wie wichtig es für eine Fachschaft ist, Routineabläufe zu haben bzw. in unserem Fall zu formulieren. Wir haben nämlich im Juli echt verpasst zu motzen, als einem Dozenten in der Linguistik der Vertrag nicht verlängert wurde. Jetzt fehlen da im neuen Semester wieder zwei Kurse, weil die QSL-Mittel (= QualitätsSicherung-in-der-Lehre) nicht bewilligt wurden, von denen er bisher bezahlt wurde. Hier geht es gar nicht mal so sehr darum, dass eine Beschwerde von uns plötzlich die Lage geändert hätte, aber zu motzen ist echt unsere Aufgabe Nummer Eins und wir haben's da verpasst, weil wir so sehr mit der Sprachpraxis beschäftigt waren. Ich denke, wenn wir schon routinierter darin wären, Emails à la "Lieber Prof. B., uns ist zu Ohren gekommen, dass schlimme Dinge sich zutragen...." zu schreiben, hätte das auch für diesen Dozent einer von uns getan. Wenn eine unangenehme Aufgabe eben schon häufiger gemacht wurde, braucht man für sie irgendwann weniger Überwindung als beim ersten Mal.

Haha, und dann der Moment, als wir aus dem Büro raus und im Treppenhaus waren. Eine von uns begann völlig erschlagen: "Ey, es geht alles..." und M. beendete den Satz mit "den Bach runter..." und ich mit "in den ARSCH". M. ist selbst verärgert so schön korrekt, ich so übertrieben vulgär und zusammen find ich uns extrem komisch.

Jetzt muss ich mich nur noch dazu kriegen, mir heute das neue Album von Wir sind Helden nicht komplett anzuhören und ansonsten nichts Anderes zu tun. Hmmm. Das entscheide ich bei der nächsten Tasse Kaffee...





Und plötzlich ein Schlag und du kriechst auf allen Vieren
Und eine Stimme in deinem Ohr sagt: "Du sollst nicht lamentieren"
Sie sagt dir: "Schluss mit den Faxen und Schluss mit dem Greinen"
Mit einem Tritt in die Hacksen und einem Kuss, der zum Weinen
wär, hielt er dich fest und auch wenn du dich wehrtest,
wenn du dir nicht glauben kannst, dass du es wert bist

Alles ist alles ist alles
Dir wär alles erlaubt und alles gegeben
alles geglaubt und alles vergeben
und alles wär drin und alles daneben
es wär alles getan und alles vergebens
und gut

(Alles von Wir sind Helden)
resa: (Kirk is a visionary)
Eigentlich hocken wir ja alle noch tiiiiief im Sommerloch, aber ein bisschen was tut sich trotzdem. M. und ich haben in der letzten Zeit viel gemeinsam Tee getrunken und eigentlich verhältnismäßig wenig über die Fachschaft geredet, aber einen Gedanken haben wir doch gefasst.

Wir wissen, dass die Situation in der Sprachpraxis im Wintersemester noch miserabler aussehen wird als im vergangenen und obwohl wir darüber mit der Geschäftsführung und dem Dekanat gesprochen haben, hat sich da bis Mitte Juli nicht viel getan. Die Sache ist, dass sich ja eigentlich jeder Professor, der in der Anglistik tätig ist, dafür einsetzen müsste, dass wir immer genug und auch gute Sprachpraxislehrer haben; sie wollen schließlich, dass das Englisch ihrer Studenten nicht auf dem Abilevel stehen bleibt. Pustekuchen. Für die Sprächpraxis fühlt sich kein/e Professor/in zuständig und so dümpeln die Gespräche mit dem Dekanat wegen Neubesetzungen so vor sich hin. Prof. B., unser Geschäftsführer, gibt sich alle Mühe, aber ich muss keinem erklären, dass das Dekanat wahrscheinlich etwas beeindruckter wäre, wenn nicht nur der Geschäftsführer sondern auch die geschlossene Professorenschaft des Instituts da ein wenig Druck machen würde. Nun ja. Da würden wir gern mal hin, indem wir den Professoren bewusst machen, wie wichtig und gut (und das nicht selbstverständlich!) der Sprachpraxisunterricht hier ist.

Und da haben M. und ich uns jetzt wohl echt eine weitere Verbündete ins Boot holen können. Frau K. unterrichtet hier als Dozentin schon sehr lange die Fachsprache (für die BWL-/Sprachstudenten) und ist bei Studenten und Kollegen sehr beliebt und hoch angesehen. Fragt mich nicht, warum wir bis vorgestern quasi noch nicht daran gedacht hatten, wegen der Sprachpraxis-Misere mal zu ihr zu gehen... M. hat gestern nur kurz in ihrer Sprechstunde ein paar wohl gewählte Worte fallen lassen und schwups! Da meldete sich bei Frau K. ganz akuter Redebedarf an. Sie hätte das jetzt ja richtig wachgerüttelt und am liebsten würde sie sich jetzt sofort mit allen Professoren zusammensetzen und beraten, was zu tun sei. Muhahahaha.

Morgen gehen M. und ich noch mal zu ihr, um einmal in Ruhe über die derzeitige Situation zu sprechen und nächste Woche sind wir mal wieder bei Frau S. in der Sprechstunde eingetragen, um auch dort mal wieder nachzuhaken und eventuelle Neuigkeiten einzuholen.

Roll, Steinchen, roll. ♥


(Uuuuuund zurück an die Arbeit. Wenn ich diese Woche genug Überstunden mache, kann ich nächste Woche in Ruhe meine HA schreiben!)
resa: (jump!)

Whoohoo!!! :D

Belohnung

Jul. 8th, 2010 12:38 am
resa: (Kirk is a visionary)
Okay, eigentlich sollte ich schlafen oder mich zumindest auf's Seminar morgen vorbereiten, aber heute war ich super stolz, mich in den letzten Wochen und Monaten so in die Fachschaftsarbeit reingehängt zu haben und darum muss ich das jetzt kurz aufschreiben.

Heute kam nämlich der Prof. B. ganz aufgeregt auf mich zu, als ich grad in der Cafete stand und meinte, er (als G[eschäftsführender] D[irektor des Instituts]) habe Post vom Dekanat zum Thema Anwesenheitspflicht bekommen. Und was für Post! Eine Katastrophe! Und so geschah es, dass die M. und ich noch am Nachmittag bei Frau S. (Assistentin des GD) im Büro saßen und eine kleine Krisensitzung abgehalten haben.

So traurig das vielleicht ist - das ist nicht normal. Unsere Fachschaft und die Geschäftsführung waren nie verfeindet, nein, nein, aber dass man uns so aktiv mit ins Geschehen einbezieht - in das wir ja in diesem Fall ohne die Geschäftsführung ja gar keinen Einblick hätten! -, das ist neu. Es fühlt sich super gut an und ich empfinde es als Lohn für die getane bzw. fortdauernde Arbeit: an den Probevorträgen für die neue Linguistik-Professur waren wir ganz intensiv beteiligt, um die Anwesenheitspflicht eine akzeptable Regelung der Anwesenheitspflicht haben wir gekämpft und auch wegen der Sprachpraxisstelle lassen wir immer noch nicht locker. Ich denke, wir in unserer neuen Fachschaftsbesetzung haben in diesem Semester nicht nur Engagement, sondern auch Ausdauer und eine hohe Frustrationsgrenze bewiesen und das imponiert und freut die Geschäftsführung. Denn als Studenten können wir immer noch etwas harscher Dinge vom Dekanat einfordern, als die Geschäftsführungen, deren oberste Chefin ja irgendwie immer noch unsere Dekanin ist.

Ich bin jetzt jedenfalls noch mehr stolz, in den letzten Monaten meine Zeit in unsere Fachschaft investiert zu haben!


Außerdem hat uns Frau S. in diesem Gespräch ihre persönliche Einschätzung zur letzten FBR-Sitzung gegeben und nahm mir nun nachträglich noch so ein bisschen das Gefühl, dort der Vollldepp des Tages gewesen zu sein. Sache ist die, dass wir zu Beginn der Sitzung versucht hatten, einen weiteren heiklen Punkt auf die Tagesordnung zu bekommen und die Dekanin uns sehr rabiat abgeschmettert hat. Weil mir da die Hände gezittert haben und ich mich in meiner Schockstarre darauf konzentrieren musste, beim wiederholten Bitten meine Stimme gerade zu halten, war mir entfallen, dass auch der Rest des FBRs sich in so einer Schockstarre befunden hat. Ich bin also wahrscheinlich gar nicht so sehr aufgefallen, unsere Dekanin eher mehr.

Frau S. meinte außerdem, dass ihr diese Situation dort mal wieder vor Augen geführt hat, dass sie mit nicht nur einem Bewusstsein in so einem Gremium sitzt. Sie meinte, ein sehr großer Teil von ihr könne die studentischen Absichten noch super gut nachvollziehen; der andere Teil sei aber eben die Studienrätin und somit der Dekanin unterstellt. Sie sagte, sie habe sich nach der Sitzung dennoch noch sehr lange über sich selbst geärgert, in dem Moment, als die Dekanin uns so unfair abgeblockt hat, nichts gesagt zu haben. Und so hat sie mir mit ihrer Ehrlichkeit sich selbst und auch uns gegenüber auch heute wieder sehr imponiert.

LÄCHELN!

Jun. 22nd, 2010 04:08 pm
resa: (Default)
Ähem. Ich persönlich fand es ja angenehmer, in der Vergangenheit von der Dekanin auf dem Flur mit einem Lächeln gegrüßt zu werden. Heute dagegen zog sie nur die Augenbrauen hoch.

Ich habe keine Angst vor unserer Dekanin.
Ich habe keine Angst vor unserer Dekanin.
Ich habe keine Angst vor unserer Dekanin.
Ich habe keine Angst...

Zum Wogen Glätten gehen wir nächste Woche in die Dekanatssprechstunde.

Und nein, es stört mich nicht, dass unser Büro inzwischen im D-Gebäude ist, genauso wie das Dekanat. Und nein, ich flüchte seit letztem Mittwoch nicht durch's Treppenhaus, ich bin nur ständig in Eile!

Ich habe keine Angst vor unserer Dekanin.
Ich habe keine Angst...
resa: (eine ruhige Minute)

Okay, man könnte diese Dinge, die mich heute runtergezogen haben, auch wohlwollend deuten. Dann hieße es: "An folgenden Stellen ist noch Entwicklungspotential:"

a) Erst in G.s Kurs die Präsentation der Gruppenarbeit nicht geschissen bekommen und
b) dann im FBR die Stellungsnahme nicht in die Tagesordnung bekommen.

Und ich weiß genau, woran's liegt.

a) Meine Angst, in Gruppenarbeiten immer zu dominant zu sein und mich stattdessen immer zu stark zurückzunehmen und
b) ein verdammter Formulierungsfehler.

Diese Dinge sind einfach optimierbar, ja. Aber heute?

Heute kam ich mir den ganzen Tag über einfach nur unglaublich unfähig, dumm und naiv vor. Musste ich mich denn gleich vor drei wichtigen Dozenten von meiner super schwachen Seite präsentieren? Und musste es unbedingt vor G. sein?

Ich back mir jetzt ein Brötchen auf und dann les ich in Michelle Obamas Biographie, bis ich einschlaf.

Doofer Tag!

(Und von diesem verfickten WIND heute fang ich gar nicht erst an!)

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