resa: (heart on my sleeve)

Also erst einmal möchte ich sagen, dass es eine verfluchte Schande ist, dass Tom Felton in den Harry Potter Filmen nicht richtig lächeln darf. Während meiner Recherchearbeit zur Visualisierung einer Harry Potter Fanfiction ist mir nämlich aufgegangen, dass... Dass das gar nicht so verkehrt aussieht. Vor allem, wenn die Haare nicht mehr so schlimm hellblond gefärbt sind. Was auch immer. Coole H/D Fanfiction gefällig? Lest/hört "Reparations" von Sara's Girl. (Und "Foundations danach, die ist nämlich auch richtig, richtig gut.)

Dann ist das Wetter scheiße. Was soll das? Bei Regen steh ich nicht gern auf. Da krieg ich Erkältung und möchte ins Bett.
So, das war das negative Zwischenspiel.

Zu sagen, dass Leben sei ausnahmslos gut zu mir, wäre gelogen, denn es gibt im Moment vereinzelte Dinge, mit denen ich mich im Moment sehr hilflos fühle. Ich habe aber begriffen, das alles, was ich gerade tun kann, abwarten ist. Also warte ich auf den richtigen Moment, um wieder aufzustehen, für mich einzustehen und dafür zu sorgen, dass ich gehört werde. Bis dahin kämpfe ich gegen meine alten Muster an, die gern hätten, dass ich mich von absolut allem zurückziehe, um jeder ewaigen Enttäuschung auszuweichen. Wie gut, dass ich stärker geworden bin, mich ihnen ziemlich selbstbewusst entgegen stellen und sagen kann: "Nun stellt euch mal nicht so an..." Sie sind noch da, sie nerven, sie schlauchen oft auch, aber ich bin stärker. Wenn ich mir nur vorstelle, was mir in den letzten Wochen alles entgangen wäre...

Erst gestern, nach dem Ersatz-WW-Treffen wollte ich eigentlich nach Hause, doch C. und ich sind dann noch spontan im Pferdestall gelandet. (Meine neue Lieblingskneipe ürbigens, die ist so cool!) Saßen da noch bis 21.30 Uhr mit dem besten Burger und Pommes der Stadt für 3,40 Euro. Das war ein Fest! C. und ich haben ungefähr zur gleichen Zeit letztes Jahr mit WW angefangen, mochten uns immer sehr, aber da sie unserem Coach assistiert, kam es nie zu mehr als zwei WG-Parties bei ihr. Gestern haben wir uns aber mal Zeit genommen und haben ein wenig über Perspektive gesprochen, gerade was das Abnehmen angeht. Wir sind beide seit über einem Jahr bei WW und so gut dieses Programm meistens funktioniert, so viele Macken hat es aber leider auch, die wir beide gerade stark spüren, und die mussten raus. C. ist eine ganz, ganz liebe und lustige Frau und so haben wir neben dem Mosern (und Lästern, jaja) , den Großteil des Abends mit lautem Gelächter verbracht - und meistens auch noch über uns selbst.

Auch am Montag auf dem Betriebsausflug hab ich... Hm, die Worte klingen doof, aber ich komme gerade an nichts Besseres ran leider. Auch am Montag habe ich irgendwie gemerkt, wieviel Potential in ganz vielen Menschen und mir steckt, uns näher kennenzulernen und uns besser zu verstehen. Ganz besonders ist mir der Körperkontakt aufgefallen, den ein paar Menschen mit mir gesucht haben, von denen ich es weder gewohnt bin, noch überhaupt erwartet hätte. Unfassbar. Gerade von Person A bin ich so eine große personal space bubble gewöhnt und plötzlich, plopp! Was für eine schöne Überraschung. Und Person B... Hm. Aus dem Blauen heraus. Ob das Flirten war? Wer weiß. Es war schön.

Und was unser Sommerfest für das Gruppengefühl in der Fachschaft getan hat, muss ich erst gar nicht erwähnen, oder? Ich habe mich lange nicht mehr so wohl in einer Gruppe von Menschen gefühlt, in der jeder, wirklich jeder so mit dem Herzen dabei ist und alle an einem Strang ziehen. Das Fest war für alle Besucher ein tolles Erlebnis (nur gutes Feedback bisher!) und für uns eine großartige gemeinsame Erfahrung. Ich bin unendlich stolz, ein Teil davon gewesen zu sein.

Ach, Salsa tanzen war ich letzte Woche auch tatsächlich zum ersten Mal. Das war auch eine sehr positive Erfahrung für mich. Die Musik war toll und ich hatte über den Abend verteilt Tanzpartner, die mich alle sehr geduldig durch den Salsa, Bachata und Merengue geführt haben. Wie wohl die meisten Anfänger bin ich noch sehr schüchtern, was den Hüftschwung angeht und wurde dafür auch einmal höflich gescholten. Was soll ich sagen? Auch wenn man sich als Anfänger erst einmal auf die Schritte konzentriert, entgeht einem nicht, was für ein erotischer Tanz Salsa sein kann. Da muss gar nicht viel Körperkontakt vorhanden sein, denn allein durch den Hüftschwung... Ich bin wohl die einzige, die das so fertig macht. Also, nicht fertig im Sinne von "ich mag nicht machen, mag nicht gucken", sondern "ich mag es zu sehr und meine Hormone feiern dann ihre ganz eigene Party". Egal, ich gewöhn mich da einfach dran. Und um mich dran zu gewöhnen, schau ich einfach all diesen hübschen, tanzenden Frauen in den kurzen, flatternden Röcken weiter auf die schwingenden Hüften. Was ein Plan! (I'm doomed.)

So, heute. Was mach ich heute? Ich werde jetzt was essen, einkaufen und dann T. auf der Arbeit treffen. Dann telefoniere ich und wenn ich's schaff, schreibe ich dann noch zumindest eine längst überfällige Email. Guter Plan. Ich hänge immer noch ein wenig hinterher, aber ich hole auf.
resa: (Was für eine seltsame Phase...)
Irgendwie dämmert's mir seit heute, dass ich ganz schön schief gewickelt bin, wenn ich weiterhin glaube, letztes Jahr sei verrückt und neu gewesen und hätte mir alles abverlangt, was ich vorzuweisen habe. Das wird ja nichts im Vergleich zu 2011. Es stehen Entscheidungen für die nächsten drei bis vier Jahre an, Kämpfe um meine Träume und die Suche nach der Kraft in mir, mal wieder für mich und nur für mich einzustehen. Es fühlt sich so an, als hätte ich die letzten zwei Jahre schön bequem als Teil eines Teams funktioniert, im Job, und wenn ich mal Kämpfe zu kämpfen hatte, dann für andere, in der Fachschaft. Mich jetzt mal wieder nur für mich stark zu machen, jagt mir, ganz ehrlich, einen ganz schönen Schrecken ein. Wie soll das denn bitte funktionieren? Passt das denn noch mit meinen Idealen zusammen? Ich mache mich für mich stark - nur für mich? Da fragt doch echt ein Teil von mir: "Könntest du nicht Sinnvolleres mit deiner Zeit und Energie anfangen?" Tja, wer weiß das schon so ganz genau.

Außerdem schließe ich immer mehr Menschen in mein Herz. Ich seh da große Dinge kommen, da rollt inzwischen was, was richtig Gewaltiges. Ich bin überrascht von mir selber, dass ich für meine Verhältnisse gerade so zügig Riegel um Riegel löse. Wo ist denn bitte meine Angst hin? Braucht es nur die richtigen Menschen, die zum richtigen Zeitpunkt kommen und einfach passen? Ich sitze echt da, manchmal diese Tage, und denke: "Warum sitzen wir eigentlich so nah beieinander?" und "Warum stört es mich nicht?" Ja, warum? Aber: Ich sitze auch nicht mit jedem/r gern so nah beieinander. Ich habe das Gefühl, für andere Menschen ist das mal wieder selbstverständlich, aber ich bin so verdammt selbstgenügend geworden im Alltag, dass es mich völlig vom Hocker reißt, wie sehr ich mich inzwischen auf den Kontakt und die Nähe mit den Menschen hier freue. Und ich will ihnen mein Herz ausschütten. Ihnen ins Gesicht! Ist das normal? Kann man Menschen, die die Macht haben, einem den ganzen Mist sofort wieder in die Hände zu drücken und wegzuschicken, echt vertrauen? Mach ich mir aus diesen tollen Menschen gerade echt Freunde?  Ich vorsichtiges, beziehungsscheues Ding?
resa: (mit Geige im Gras)

First of all, ich hab zwei Gläser Rosé getrunken, allein beim Fernsehen. Ich schäm mich nicht dafür, wollt's nur gesagt haben. Denn ohne den, wüsst ich nicht, ob ich hier überhaupt mal wieder was schreiben würde. Ich komm im Moment echt nicht gut aus mir raus, was wohl auch mal okay ist, aber irgendwas stimmt trotzdem nicht mit mir. Naja, das renkt sich sicherlich bald wieder ein. (Hoffen wir nur, dass ich Montag mal wieder den Mund aufkriege, denn da ist die Frau aus dem Urlaub zurück, die das sehr still und sehr vehement immer wieder von mir verlangt.)

Ich habe in den letzten zwei Wochen viel Sereien geschaut, bin fast mit der ersten Staffel Dead like me durch und habe heute auch die erste von The Tudors beendet. Sehr nett. Englische Geschichte plus eyecandy, da kann man nachvollziehen, warum die Serie schon in die vierte Staffel gekommen ist. Verstehen tu ich auch, warum der erste Star Trek-Film, den ich mir heute Abend angeschaut habe, tatsächlich eine Länge von zwei Stunden - sehr viel All. À la "Was wir animiert haben müssen wir auch zeigen!", voll süß. Hätten aber auch ruhig mehr Zeit in den kleinen Loveplot stecken können, anstatt die Enterprise immer wieder minutenlang im Dock zu zeigen, von jeder Seite einmal und guck! Da nähert sich ein Shuttle, dockt an und aaaaawwww! Hach ja, trotz sehr langsamen Tempo sehr unterhaltsam und aufschlussreich. Was sonst? Oh, ich habe angefangen, Pride and Prejudice and Zombie von Jane Austen and Seth Grahame-Smith zu lesen, was ich wärmstens jedem empfehle, der Jane Austen, Zombiefilme und Genrevermischungen liebt. Für meinen Geschmack trifft das Buch genau die Mitte zwischen vertrauter Geschichte und neuen Elementen. Dass ich es beiseite gelegt habe, liegt echt nur daran, dass mir noch ein tolleres Buch in die Häne gefallen ist, nämlich Margaret Atwood's The Year of The Flood. Ohne viele Rezensionen gelesen zu haben (schließlich ist Margaret Atwood eine vielgelesene Autorin und hat schon den Booker Prize gewonnen!), kann ich bisher sagen, dass es eine sehr interessante Utopie ist und die Autorin ein Ass im Welten Erschaffen ist. Es hat keine Seite gebraucht, dann war ich drin in dieser seltsamen Zukunftsversion und das ganz problemlos. Außerdem glaube ich, dass in diesem Roman auch die Rolle der Frau bald mehr thematisiert wird, denn die letzten zwei Überlebenden nach der "wasserlosen Flut" sind bestimmt nicht umsonst zwei Frauen, oder? Ich bin gespannt. Nebenbei, beim Abwaschen, Kochen, putzen, höre ich mich fröhlich durch den nächsten Band der Thomas Pitt Krimis von Anne Perry, im Moment Callander Square. Sehr spannend und ganz schön emanzipiert, dass sie im viktorianischen England spielen und Ende der 70er geschrieben wurden (zumindest der erste Band). Außerdem hat's die Vorleserin voll drauf.

Und nebenbei häkele ich gnaz schön viel. Ich habe mir in den Kopf gesetzt, bis zum Winter meine erste Decke selbst gehäkelt zu haben und habe schon 12 Quadrate dafür fertig (2x sechs Farben). Da mir bisher aber immer etwas von der Wolle übrig geblieben ist, was nicht mehr für ein neues ganzes Quadrat gereicht hat, habe ich auch noch eine Tasche angefangen, auf die ich mich inzwischen fast mehr freue als auf die Decke, obwohl sie echt nur das Beiprodukt sein wird. Oh well.

Ansonsten... Essen ist anstrengend. Ich versuch mir Zeit zu geben und Ruhe, aber in mir rumort es gewaltig (keine Angst, "nur" im übertragenden Sinne!). Ich halt's ganz gut aus, aber es zehrt an meinen emotionalen Reserven, wie immer. Ich glaube, ein Großteil des Problems ist im Moment mal wieder nicht das Essen selbst, sondern das, was ich sonst immer mit dem Essen versucht habe zu lösen bzw. wenigstens zu betäuben.

Ganz ehrlich? Es ist ein Trauerspiel, wie sehr mich meine Familie immer noch mit gnaz kleinen Sätzen emotional Jahre und Jahrzehnte in meiner Entwicklung zurückwerfen kann. Mein Vater sagte letzte Woche nur einmal kurz: "Du wirst gerade wütend", als ich es tatsächlich tat und zack, jetzt sitz ich wieder hier (wie auch da), lass es nicht zu und mach mich kaputt damit. Ein so kleiner Satz... Gemeint hat er natürlich: "Du wirst gerade wütend und das darfst du nicht, das will ich nicht". Und was passiert da mit mir? Zwei Dinge: a) ich halte inne und schluck die Wut runter und b) werde innerlich noch viel, viel wütender. Mir war nur nicht mehr bewusst, dass die Nachwirkungen von so einem Besuch so lange dauern können. Ich glaub nicht, dass ich gerade dolle wütend bin, ich bin irgendwas, ich bin, glaube ich, gerade sogar ganz schön vieles, nur lass ich es im Moment einfach nicht zu. Es verrückt, wenn man bedenkt, wie viel ich in den letzten Jahren schon mit mir ausgestanden habe, auch ganz alleine. Ich komme inzwischen eigentlich gut mit meinen Gefühlen klar. Aber mein Vater und der Rest meiner Familie... Die schaffen das alle immer wieder ganz hervoragend, mir so viel Angst vor mir selbst zu machen, dass ich mich vor mir selbst verschließe.

Eine Scheiße ist das. Aber häkeln und Bücher lesen/hören ist fein. Ein wenig Eskapismus muss auch mal wieder sein. Weiß nicht mehr, wann ich das das letzte Mal so genossen habe...

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